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Brötchen übrig? TV-Koch verrät Tipps und besonderes Guglrezept


Brötchen übrig, und was nun? Andreas Geitl, TV-Koch und Küchendirektor, verrät seine besten Tipps für die kreative und schmackhafte Verwendung von nicht mehr ganz so frischen Backwaren – ob klassischer Semmelknödel oder süßer Auflauf. Zudem gibt Geitl ein ganz besonderes Guglrezept preis, das Sie so bestimmt noch nicht kennen.

Porträt Andreas Geitl

Bildquelle: Andreas Geitl/Monika Wrba

Andreas Geitl ist TV-Koch und Küchendirektor. Er sorgt u.a. dafür, dass im Wiesn-Zelt „Winzerer Fähndl“ Tausende Besucher beste bayerische Schmankerl genießen dürfen. Mit seiner charmanten Art dirigiert er nicht nur seine Küchencrew, sondern zaubert auch den Zuschauern vor dem Fernseher ein Lächeln auf die Lippen und entführt sie in eine weltoffene, bayerische Küche. Aus etwas Traditionellem etwas Raffiniertes machen, lautet Geitls Devise. Das schafft er sogar mit Brot vom Vortag. Seine besten Verwertungstipps und eine Beilage, die garantiert Aufsehen erregt, hat er uns in einem persönlichen Gespräch verraten.

Herr Geitl, in Bayern sagt man ja Semmeln statt Brötchen, und was machen Sie mit diesen, wenn sie schon ein wenig älter sind?

Andreas Geitl

Wie wäre es mit einem klassischen Semmelknödel? Knödel sind wohl die bayerischste aller Beilagen und werden im Freistaat heiß geliebt. Doch da die Wiesn ja mittlerweile national zelebriert wird, werden sie in ganz Deutschland immer beliebter. Kochbegeisterte wagen sich an Variationen mit Nüssen, Kräutern oder Pilzen ran. Eine Brotsuppe ist zudem eine tolle Möglichkeit, nicht mehr ganz so frisches Brot kulinarisch groß rauszubringen. Für mich gehören neben dem Brot noch Kartoffeln, Majoran und Gemüse hinein. Mein Tipp: Nie genau ans Rezept halten, einfach mal inspirieren lassen.

Und welchen Tipp haben Sie für Süßschnäbel parat?

Andreas Geitl

Süße Aufläufe sind ein toller Verwendungszweck für etwas ältere Backwaren. In Kombination mit leicht säuerlichem Obst wie der Zwetschge entsteht ein herrlicher Nachtisch oder eine köstliche Hauptspeise. Oft schafft so ein Auflauf es gar nicht in die Schälchen, sondern wird direkt aus der Form mit großen Löffeln genascht.

Was kann man aus älteren Backwaren für die kalte Küche zaubern?

Andreas Geitl

Das Brot würfeln und in etwas Olivenöl anrösten, etwas Knoblauch zugeben, und schon hat man leckere Croûtons für einen Salat. Neben Pilzen und Tomaten kann geröstetes Brot auch in einem Brotsalat die Hauptrolle spielen. Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Nun verraten Sie uns bitte noch Ihr ultimatives Rezept, wie ältere Backwaren zum Star auf dem Teller werden.

Andreas Geitl

Da lege ich Ihnen meinen Brezn-Guglhupf ans Herz, der sehr einfach gelingt. Im Ganzen serviert ist er sicherlich eine Beilage, die Aufsehen erregt. Er passt zu allen Gerichten, zu denen Sie sonst Nudeln, Knödel oder Spätzle servieren würden.

Lieber Herr Geitl, vielen Dank für das Gespräch.

Mehr Rezepte finden Sie im Kochbuch Einfach bayerisch – meine besten Rezepte von Andreas Geitl, Rosenheimer Verlag. www.andreasgeitl.de

Brezn-Guglhupf

Breznguglhupf

Bildquelle: Andreas Geitl/Fotoweitblick

Für den Guglhupf

400 g

altbackene Brezn, in ca. 2 x 2 cm große Würfel geschnitten

500 ml

heiße Milch

1

Zwiebel, fein gewürfelt

60 g

Butter

2 EL

Petersilie, nicht zu fein geschnitten

4

Eier, getrennt

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Für die Form

Butter

Mehl

Zubereitung

  • Die Breznwürfel mit der heißen Milch überbrühen und zugedeckt ruhen lassen. Die Zwiebelwürfel glasig dünsten.
  • Den Ofen auf 160 °C vorheizen. Die Guglhupfform ausbuttern und mit Mehl ausklopfen.
  • Die eingeweichten Brezn mit den Zwiebelwürfeln, der Petersilie und dem Eigelb vermengen. Leicht salzen und pfeffern.
  • Das Eiweiß zu Schnee schlagen, eine Hälfte unterrühren und die andere Hälfte unterheben. Die Breznmasse in die vorbereitete Guglhupfform dreiviertel hoch einfüllen und in den vorgeheizten Ofen schieben.
  • Die Backzeit beträgt 30 bis 40 Minuten. Anschließend 10 Minuten ruhen lassen und dann aus der Form stürzen.

Der Artikel "Auf ein Brot mit Andreas Geitl" erschien am 14.9.2016 auf www.innungsbaecker.de.

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