Innungsbäcker Logo
Logo InnungsbäckerLogo InnungsbäckerLogo InnungsbäckerLogo Innungsbäcker

Deutsche Innungsbäcker

7 Gründe für Urgetreide


Urgetreide wie Einkorn, Dinkel und Emmer sind die bespelzten Formen des Weizens und wurden schon vor Tausenden von Jahren angebaut, bevor sie von anderen Getreidesorten wie Weizen abgelöst und fast vergessen wurden. Doch nun treten die Urkörner ihr Comeback an.

Urkorn

Urgetreide passt mehr denn je in die heutige Zeit, in der wir uns wieder nach traditionellem, authentischem und natürlichem Genuss sehnen. Warum, zeigen die folgenden 7 Gründe.

1.

Bereits vor 10.000 Jahren wurde Urgetreide angebaut und diente schon unseren Vorfahren als Grundnahrungsmittel. Aus Emmer brauten die alten Ägypter sogar Bier. Was gut für unsere Vorfahren war, kann für uns nicht schlecht sein.

2.

Die Körner der Urgetreide sind von einem Spelz (trockene Schale, die die Fortpflanzungsorgane der Blüten einhüllt) umgeben. Dieser schützt das kostbare Korn vor Schadstoffen aus der Luft sowie vor Umwelteinflüssen. Dadurch enthält das Korn weniger Schadstoffe, die vom Körper aufgenommen werden könnten.

3.

Urgetreide ist robuster als andere Getreidesorten und somit auch widerstandsfähiger gegen Krankheitserreger. Dadurch kann teilweise oder gar gänzlich auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet werden.

4.

Auch auf nährstoffarmen oder steinigen Böden sowie Lagen über 800 Metern, wo Weizen schwer anzubauen ist, kann Urgetreide wie Dinkel angebaut werden. Dies ist möglich, da es nur geringe Nährstoffansprüche an den Boden stellt.

5.

Die Urkörner liefern einen kräftigeren Geschmack als andere Getreidesorten. Dieser kommt gepaart mit einer nussigen Note sehr aromatisch daher und sorgt so ganz leicht für Abwechslung und neue Geschmackserlebnisse auf Ihrem Brotteller.

6.

Die Urgetreidesorten sind vielseitig einsetzbar und lassen sich nicht nur zu Brot, sondern auch zu anderen Lebensmitteln verarbeiten. Einkorn eignet sich beispielsweise gut für Pfannkuchen, Waffeln und Sauerteige. Emmer hingegen lässt sich hervorragend für Brötchen, Pizzateig sowie Dampfnudeln und Knödel verwenden. Dinkel ist in Hefeteig, Rührteig und Brot prima aufgehoben.

7.

Auch aus ernährungsphysiologischer Sicht sind die Urkörner eine interessante Alternative. Einkorn zeichnet sich beispielsweise durch einen hohen Carotinoid- sowie Mineralstoffgehalt aus, während Dinkel mehr und auch hochwertigeres Eiweiß sowie mehr Vitamine und Mineralstoffe als Weizen liefert.

Schauen Sie also beim nächsten Besuch bei Ihrem Innungsbäcker, welche Brote oder andere Köstlichkeiten auf Basis von Urgetreide auf Sie warten, und kosten Sie die ursprüngliche Geschmacksvielfalt. Mit dem Verzehr von Urgetreide leisten Sie außerdem noch Ihren Beitrag zum Erhalt schützenswerter Kulturpflanzen.

Der Artikel "7 Gründe für Urgetreide wie Einkorn, Dinkel und Emmer" erschien am 7.6.2017 auf www.innungsbaecker.de.

Das könnte Sie auch interessieren ...

Das Geheimnis der Wundermühlen

Mühlen galten früher als unheimliche Orte. Konnte man doch nie genau wissen, was im Innern geschah. Welche Kräfte Wundermühlen zugeschrieben wurden, zeigt ein kleines Video vom Brotmuseum Ulm.

mehr erfahren
Plunder
Warum Plunder kein Plunder ist

Manche Brote, Gebäcke oder Kuchen haben einen interessanten oder auch lustigen Namen, deren Herkunft sich auf Anhieb nicht erklären lässt.

Mehr Erfahren
Zupfbrot
Grillen – mit individueller Beilage: Zupfbrot

Servieren Sie Ihren Gästen auf dem Grillfest eine Beilage, die Sie ganz individuell nach Ihrem Geschmack komponieren: Zupfbrot!

Mehr erfahren

Nach oben

Teilen